Gehirngesundheit: Demenz – Verstehen, Vorbeugen, Behandeln
Über 150 Menschen kamen zur diesjährigen Tagung des Netzwerkes Demenz Trier/Saarburg rund um das Thema Demenz zusammen. Angehörige, Fachkräfte und interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen in Forschung, Prävention und Therapie zu informieren, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Perspektiven kennenzulernen.
Zu Beginn begrüßten Herr Prof. Dr. Maschke (Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier und Demenzzentrum e.V.), Frau Adams (Stabsstelle Sozialplanung, Kreisverwaltung Trier Saarburg) und Frau Förster (Pflegestrukturplanung und Seniorenarbeit bei der Stadt Trier) die zahlreichen Gäste und eröffneten die Tagung. In ihren Begrüßungsworten wurde deutlich, wie wichtig es ist, sich mit dem Thema Demenz auseinanderzusetzen und dabei sowohl die wissenschaftliche Perspektive als auch die Erfahrungen der Betroffenen, Angehörigen und Fachkräfte in den Blick zu nehmen.
Das abwechslungsreiche Programm bot anschließend eine vielfältige Mischung aus wissenschaftlichen Vorträgen, persönlichem Austausch und praktischen Impulsen. Dabei wurde deutlich: Das Thema Demenz ist anspruchsvoll und stellt Betroffene, Angehörige und Fachkräfte vor große Herausforderungen. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Menschen mit Demenz zu unterstützen und ihre Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Einen Einblick in die Früherkennung von Demenzerkrankungen und neue Entwicklungen in der Forschung gab Herr Prof. Dr. Maschke. Dabei wurde deutlich, welche Fortschritte die Forschung in den vergangenen Jahren gemacht hat und welche Fragen weiterhin offen sind.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Prävention. Uschi Wihr (Demenzzentrum e.V.) zeigte in ihrem Beitrag „Demenzprävention – wie kann das gehen?“ auf, welche Möglichkeiten es gibt, die eigene Gesundheit und geistige Aktivität zu fördern und welche Faktoren im Alltag eine Rolle spielen können.
Auch der Zusammenhang zwischen Medikamenten und kognitiven Beeinträchtigungen wurde thematisiert. Herr Dr. med. Hamm (Klinikum Mutterhaus) informierte über Medikamente, die kognitive Beeinträchtigungen verursachen oder verstärken können, und sensibilisierte für einen bewussten Umgang mit Arzneimitteln.
Caroline Ott (Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier) widmete sich dem Einfluss psychiatrischer Erkrankungen auf das Gehirn und verdeutlichte damit einen weiteren wichtigen Aspekt im Zusammenhang mit kognitiven Veränderungen.
Besonders viel Raum für Austausch bot die Podiumsdiskussion zum Thema „Soziale Isolation und Teilhabe in der Gesellschaft“. Frau Bürgermeisterin Weizenegger, Angehörige und Fachkräfte brachten ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven ein. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Begegnung, gesellschaftliche Teilhabe und ein unterstützendes Umfeld für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sind.
Dass eine Tagung über Demenz auch leicht, lebendig und emotional sein kann, zeigte der Workshop „Musik“ mit Friederike Schwemmlein und den beiden beteiligten Gitarristen. Das gemeinsame Musizieren und die Kraft der Musik eröffneten einen ganz anderen Zugang zum Thema und sorgten für eine besondere Atmosphäre.
Die Tagung machte deutlich, dass der Umgang mit Demenz eine gemeinsame Aufgabe ist – und dass neben den Herausforderungen auch viele Möglichkeiten bestehen, Betroffene und ihre Angehörigen zu unterstützen und ihnen gesellschaftliche Teilhabe und Lebensqualität zu ermöglichen.









