Mit rund 200 geladenen Gästen feierte das Demenzzentrum Trier sein 20-jähriges Bestehen im vollbesetzten Albertus-Magnus-Saal des Brüderkrankenhauses Trier. Durch das Programm führten Uschi Wihr, seit dem Aufbau des Demenzzentrums im Jahr 2006 mit dabei und heute pädagogische Leiterin, und Prof. Dr. Matthias Maschke, erster Vorsitzender des Vereins und Chefarzt der Neurologie im Brüderkrankenhaus, mit Fachwissen, Humor und viel Empathie.
Für einen Gänsehautmoment sorgte bereits der Auftakt: Rund 30 Menschen mit und ohne Demenz zogen gemeinsam als Chor des Demenzzentrums mit einem Friedenslied durch den Saal ein. Unter der Leitung von Friederike Schwemmlein setzte der Chor auch im weiteren Verlauf immer wieder emotionale Akzente. Musikalisch begleitet wurde er von ehrenamtlich Engagierten des Demenzzentrums und Tenor Thomas Kiessling.
Grußworte sprachen Malu Dreyer, Ministerpräsidentin a. D. von Rheinland-Pfalz, Staatssekretärin Kathrin Anklam-Trapp, Triers Bürgermeisterin Britta Weizenegger und Kreisbeigeordnete Iris Molter-Abel.
Eine Diashow zeigte die Entwicklung des Demenzzentrums und die Vielfalt seiner Arbeit: von der Kinder- und Jugendarbeit, für die das Demenzzentrum mit dem Brückenpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet wurde, über Urlaubsfahrten für Paare bis hin zu Wanderungen, Museumsbesuchen, dem „Fischers Maathes Buchclub“ und vielfältigen Sportangeboten. Seit 2011 nehmen an den Wanderungen regelmäßig 50 bis 70 Menschen teil. Auch ein Projekt mit dem Deutschen Olympischen Sportbund gehört zum Angebot. 2015 erhielt das Demenzzentrum den Landespreis für beispielhafte Beschäftigung.
Heute engagieren sich 69 Ehrenamtliche im Demenzzentrum. Unterstützt wird die Arbeit zudem von zahlreichen Spenderinnen und Spendern, darunter die Herbert und Veronika Reh Stiftung, der Rotary Club oder der Olewiger Charity-Run e. V.
Den emotionalen Schlusspunkt setzte erneut der Chor mit einer leicht abgewandelten Version des Hildegard-Knef-Liedes: „Für uns soll’s rote Rosen regnen.“ Und tatsächlich regnete es rote Rosen.
Ein bewegender Abschluss für ein Jubiläum, das 20 Jahre gelebte Menschlichkeit, Teilhabe und Engagement würdigte.







